Funktionaloptometrie

Die Funktionaloptometrie (angewandte Neuropsychologie) ist eine empirische Wissenschaft. Sie entstand in den 1930er Jahren, also lange bevor sich die Neuropsychologie als eigenständiger Wissenschaftszweig etablierte. Sie beschäftigt sich mit der individuellen Seherfahrung (Sehen), der Qualität der visuellen Funktionen und der daraus resultierenden Wahrnehmung.

Bevor ich Heilpraktiker wurde habe ich die Ausbildung zum Funktionaloptometristen absolviert und schon viele Jahre damit gearbeitet.

Neben der Arbeit in meiner Praxis gebe ich Seminare in Funktionaloptometrie, über das Sehen, die visuelle Entwicklung und die Möglichkeiten das Sehen mittels Visualtherapie zu verbessern.

Zur Funktionaloptometrie:

In Deutschland / Europa gibt es unterschiedliche Qualifikationen in der FO

Die einfache Ausbildung in der FO:

Augenoptikermeister, die unterschiedliche, beliebige Seminaren in FO besucht haben, sich aber keiner Prüfung unterzogen haben.

Die fundierte Ausbildung der BOAF in der FO: Funktionaloptometrist

Augenoptikermeister, die alle Seminaren der BOAF zur weiterbildung in Funktionaloptometrie (oder gleichwertige Weiterbildungen) besucht haben aber die Prüfung zum "FO der BOAF" noch nicht abgelegt haben.

Die umfassende Qualifikation in der FO: Funktionaloptometrist der BEHAVIORAL OPTOMETRY ACADEMY FOUNDATION - "FO der BOAF"

Augenoptikermeister, die alle FO-Seminare der BOAF (oder gleichwertige Weiterbildungen) besucht haben und ihre FO-Prüfung vor der Prüfungskommission der BOAF erfolgreich abgelegt haben. Sie tragen den Titel "FO der BOAF".

Die besondere Qualifikation in der FO: Fellow

Funktionaloptometristen die eine spezielles Fellowship einer optometrischen Berufsorganisation durchlaufen haben. Hinter dem Begriff "Fellow" muss die ihn vergebene Berufsorganisation angegeben sein. Beispiel: FBOAF (Fellow der BOAF)

Da die Berufsbezeichnung "Funktionaloptometrist" nicht gesetzlich geschützt ist, fragen Sie Ihren Funktionaloptometristen, welche Ausbildung (Prüfung) er hat, ist er "FO der BOAF"?

In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde weltweit an allen renommierten "Schulen" der Augenoptik sehr intensiv über das Sehen nachgedacht. Es entwickelten sich unterschiedliche Ausrichtungen. In Europa perfektionierte man die Sehverbesserung mittels immer genaueren Messmethoden, genaueren Brillengläsern und Kontaktlinsen.

In den USA wurden von einigen Augenoptikern (auch dort immer nur eine Minderheit) zusätzlich die Qualitäten der visuellen Grundfunktionen und deren Verarbeitung im Gehirn erforscht. Diese Richtung bezeichnen wir heute in Deutschland als Funktionaloptometrie. An erster Stelle ist hier der Augenoptiker Dr. A. M. Skeffington zu nennen. Er brachte ein System in die verschiedensten augenoptischen Messungen und schaffte damit einen Standart, das bedeutete Vergleichbarkeit.

Ein wesendlicher Unterschied zwischen der Augenoptik in der damaligen europäischen Ausrichtung und der Amerikanischen nach Skeffington (FO) besteht darin:

In Europa kommt die Hilfe mit einer Brille von außen. Vergleich: wie eine Pille um abzunehmen.

In USA (FO) bekommt der Patient wenn erforderlich auch eine Brille, doch wenn es Aussicht auf Erfolg hat, dann wird der Patient animiert an sich zu arbeiten. Vergleich: Sport treiben und gesünder Essen um abzunehmen.

In der Funktionaloptometrie werden die visuellen Grundfähigkeiten und deren Verarbeitung im Gehirn des Patienten und nicht nur seine Sehleistung untersucht.

Seit ein paar Jahren beschäftigen sich auch in Europa wieder vermehrt engagierte Augenoptiker mit der FO. So wird heute von der BOAF (BEHAVIORAL OPTOMETRY ACADEMY FOUNDATION) in fast ganz Europa eine Ausbildung in FO angeboten. Der Meistertitel im Augenoptikerhandwerk ist die Zugangsvoraussetzung für diese Ausbildung. Das ist auch sehr sinnvoll, da nur der Augenoptikermeister in seiner Berufsausbildung die in der FO angewandten und notwendigen Messmethoden erlernt hat.

In Deutschland wird somit die Ausbildung und Prüfung zum "Funktionaloptometrist der BEHAVIORAL OPTOMETRY ACADEMY FOUNDATION" von der BOAF angeboten und durchgeführt.

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