Entwicklungsteste oder Teste der allgemeinen Grundfähigkeiten

Entwicklungsteste werden bei zwei Gruppen von Personen eingesetzt:

1) Bei Kindern, um zu ermitteln, ob sich die Fähigkeiten im normalen zeitlichen Rahmen entwickeln. Das bedeutet, zu einem bestimmten Alter müssen bestimmte Fähigkeiten beherrscht werden. Wichtig ist dabei, das jede Fähigkeit die Basis für eine höhere Fähigkeit ist. Denken Sie an des Krabbeln, ohne Krabbeln sind Schwierigkeiten im visuellen Greifen zu erwarten. Daraus resultieren Probleme in den Augenfolgebewegungen und in den Blickwechseln von einem Objekt zu einem anderen. Daraus resultieren LRS-Probleme und schließlich wird dieser Mensch es im Erwerb seiner Bildung schwer haben.

Ab einem Alter von 14 Jahren wird die Beurteilung der Ergebnisse von Entwicklungstesten schwierig. Kann ein Mensch etwas nicht gut, so meidet er diese Fähigkeit. Er entwickelt Kompensationen und findet so einen Weg mit seinen eingeschränkten Fähigkeiten zu leben. Dazu sind kleine Kinder noch nicht in der Lage.

Menschen, die von sich aus ihre mangelhaften Fähigkeiten verbessern wollen, sind eine Ausnahme.

2) Bei Erwachsenen, die als Folge einer Erkrankung oder Verletzung Fähigkeiten verloren haben. Hier spricht man nicht von Entwicklungstesten sondern von der Testung der allgemeinen Grundfähigkeiten.

Jede Art von Hirnschädigung kann die erworbenen Fähigkeiten reduzieren. Um Leistungvermögen neu aufbauen zu können muss man wissen, wieweit die Fähigkeiten beherrscht werden und wo Defizite bestehen.

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